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Blog - Start war am 5.4.06 13:04

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Sonnenschein, Katharsis, Blut

*grummel*
Das WE hätte doch so nett werden können. Ich war Samstag früh aufgestanden, hab mich fertig gemacht und wollte eigentlich nen schönen Morgensonne Spaziergang über den Ohlsdorfer Friedhof machen, mit den 400 Hektar und der Eigenschaft, damit der größte Parkfriedhof der Welt zu sein, immer ein netter Ausgleich zur Hektik und den grau Tönen der Stadt, doch so einfach läßt mich das Leben nun mal nicht in den Tag ziehen. Ich hatte noch ein wenig in der Küche für Ordnung gesorgt und dabei einen Becher, der eh einen Sprung hatte und in Müll sollte, auf den Boden geworfen und er zerbrach in 3 große Stücke. Soweit kein Prob, da wie gesagt, eh Müll, aber ein Stück hatte es mir ein wenig angetan, zerbrach es doch in eine schön scharfe Keramikpfeilspitze und zauberte nur ein Grinsen auf meine Lippen, war es doch eigentlich der perfekte Gegenstand, um ihn mit sich selbst zusammenzuführen, wäre da nicht mein gestärktes Ich, welches sich der Woche clean sein erfreute und Ziele hat, welche dem entgegenstehen. Also legte ich alles nur zusammen auf nen Haufen und verließ die Küche. Dann habe ich festgestellt, daß eins meiner ... öhh ... Pumpspray nennt man das wohl ... verstopft war und dieses Stück ehemaliger Becher super geeignet war, dieses wieder aufzubohren. Gedacht, getan und so drückte und drehte ich dann in dem Spray rum und es kam, wie es kommen mußte, da ich einfach ein Trottel bin. Einmal abgerutscht um danach genau zu treffen. So habe ich mir dann knapp 6cm Hand/Finger aufgerissen und nachdem die Blutung einigermaßen gestoppt war, gings also ins Krankenhaus. Die meinten zwar, daß es evtl. besser wäre, wenn ich einen Tag bliebe, aber die spinnen wohl. Ich hasse KHs. Was noch zu erwähnen ist: um die Wunde zu nähen, haben sie noch mein langarm Shirt hoch geschoben. Danach gab es für die Anwesenden nur eine Erklärung: absichtliche Verletzung. Suupiee ... fast eine Stunde würde ich zugelabert. Ich weiß ja, daß es nur mal wieder meine eigene Dummheit war, aber das brachte mir dann dabei auch nichts. Dadurch steht für mich nur fest, daß selbst wenn ich mal mit nem zu tiefen Schnitt ins KH müßte, ich trotzdem nicht gehen werde. Ich weiß eh, wie ich das auch allein hinkriege (wer sagt, daß man mit fast 30 nicht noch was von ner 15 jährigen lernen kann?^^) und das die Narbe(n) dann halt etwas breiter werden, interessiert mich kein Stück. Ich seh es eh wie Vogelfrei .... anstatt Narben wachsen Bilder ... naja ich bin dann trotzdem noch in Ohlsdorf gewesen, es ging auch so, nur nicht gut. Zudem funktioniert das mit dem Tippen nicht so gut, obwohl ja nur der Großteil der Handfläche und ein Finger verbunden wurden. Wenigstens wurde außer dem Fleisch nichts verletzt und deswegen kommen die Fäden bald wieder raus. Jetzt sitz ich hier halt und tippe mit einer Hand die ganze Zeit auf der Tastatur rum und das in einer Zeit, in der ich doch noch extrem viele Nachrichten schreiben will, einige schreiben muß ... zB haben sich bei mir in einem der Foren, in denen ich mich die letzten Wochen angemeldet habe extrem viele (zumindest aus meiner Sicht) per PM gemeldet und wollen über alles mögliche sprechen. Ich begrüße das eigentlich, doch kommt es jetzt grad ungelegen, da es viele Leute sind, die nach der ersten Antwort in Romanlänge und der dann plötzlich nicht mehr erfolgenden zweiten Antwort sich eher zurückziehen, es als Bestätigung sehen, daß man sie eh nicht mag oder es länger als eine Nachricht mit ihnen aushält. Ganz toll also. Der klassische Zweizeiler nach dem Motto: ich kann grad nicht und schreib Dir Mitte der Woche ändert daran auch nichts. Zudem hab ich dann ja auch noch meine eigenen Gedanken ... war es wirklich Dummheit, oder habe ich das Land des unbewußten svv betreten ... auch wenn ich diese Überlegung eher ablehne bzw verneine ... Gedanken fressen sich einfach langsam immer weiter ins Zentrum. Oder die scheinbare Tatsache, daß alles schöne in meinem Leben einen hohen Preis hat, der stets sehr schnell eingefordert wird. War ja auch alles zu gut ... ein Teil des Geldes endlich da (der Rest soll, wie ich heut erfahren hab, Ende nächster Woche kommen), WGT so gut wie geplant (wenn alles so klappt, wie es aussieht, bekomm ich sogar 3 Wochen vorher noch ein Zimmer in einer Pension in der die Nacht 20€ kostet ... wasn Hammer! Ansonsten wurde ich bereits in zwei Zeltstädte eingeladen, so bleibt dann nur die Qual der Wahl, wobei ich lieber noch eine dritte Möglichkeit hätte, aber ich weiß da nicht so genau, diese Möglichkeit würde dann doch eher übertriebene Kleidung erfordern und ich weiß noch nicht, ob ich das alles so hinbekomme, wie geplant, da es ja auch vom Eingang des Geldes abhängt ... also ob es denn kommt ... auf zelten hab ich irgendwie Bock, auch wegen der Leute, aber die Pension wäre günstiger, da ich mir Zelt, Schlafsack usw erst kaufen müßte und ein Bett ist nun mal ein Bett^^) und überhaupt geht es mir recht gut. Vieles, was mich vor ein paar Wochen noch belastet hat, ist wie weggewischt. Naja ... heut war ich dann, nach dem Gespräch beim Amt, noch ein wenig einkaufen und hab mir 3 CDs geholt. Blind Guardian – Tokyo tales (alt, aber ein super gute Laune Bringer), Thyrfing – Farsotstider (geiler Viking–Metal aus Schweden) und Gothminister – Empire of dark salvation. Letztere, weil die auch auf dem WGT sind und mir empfohlen wurden. Nette, kraftvolle Musik mit Elektro Einflüssen. Bisher hab ich sie nicht beachtet, da ich den Namen irgendwie blöd finde, zu klassisch und daher irgendwie langweilig, aber das wird sich scheinbar ändern^^. Wer ein CD-Layout voll mit japanischen Schriftzeichen, Samurai und Drachen hat, kann so schlecht nicht sein und da hatte ich dann recht^^. Also eine weitere Band, die ich mir definitiv angucken werde. Die ersten Treffen fürs WGT sind auch schon abgemacht, wobei wir da die zeitliche Planung noch etwas abwarten, bis die genauen Spielzeiten und Orte feststehen ... vielleicht tun sie das ja schon, aber ich hab da noch nichts gehört/gelesen. Ist ja nicht so, daß es irgendwelche großartigen Treffen wären, nur so das typische ... ach, Du auch hier ... Ding. Langsam nervt mich das Schreiben und deswegen hör ich auf ... in der Hoffnung, das die Fäden Ende dieser, sonst spätestens Anfang nächster Woche wieder draußen sind. Oder es sich bald nicht mehr so scheiße anfühlt, mit der verletzten Hand zu schreiben.

9.5.06 16:39


Werden sonnige Tage dieses Jahr etwa schöne Tage?

Die letzten Tage waren voller Streß und irgendwie war auch Hektik dabei, neben der, von mir selbst verordneten Netz-Abstinenz. Doch es hat sich gelohnt. Ist nach laaaaanger Zeit endlich der Kampf gegen die ausführende Regierung gewonnen und endlich wieder Geld vorhanden. Das meine Anwalts- und die Gerichtskosten nun zwischen allen Steuerzahlern aufgeteilt werden, da der Staat verloren hat, ist zwar nicht so dolle, aber so ist das halt, wenn man erst vor Gericht zugesprochen bekommt, was eh von Anfang an für einen bestimmt war. Was mir dabei am meisten gefällt, ist die Tatsache, daß sie auch noch Zinsen und ein kleines Strafgeld bezahlen müssen, da es für das Gericht offenkundig war, daß sie mich um normale Leistungen bringen wollten, für die ich ja jahrelang eingezahlt habe und sie somit "Vertragsbruch" begangen haben. Zudem hab ich ja auch den extremen Nerv mit meinem Vermieter deswegen und nicht sie ... also scheint es mir nur angebracht zu sein. Das natürlich nur die Hälfte von dem Geld überwiesen wurde, welches mir zusteht ... das entlockt mir nur ein müdes Lächeln. Wenn sie eine zweite Runde haben wollen ... bitte ... ich hab erstmal genug, um diesen Monat gut leben zu können, was auch die Wochenendaktivitäten einschließt und mich um Planungen für die nächsten Monate zu kümmern. So werde ich nachher (oder sehr bald) das Geld für die Karte fürs WGT überweisen. Bleibt die Hin- und Rückreise zu regeln, neben den Übernachtungen, aber das wird schon. Zudem konnte ich mir eben eine der Digi-Cams abgreifen, die so rein zufällig vor den Füßen eines Kollegen gelandet sind, als sie aus dem Laster fielen. Mit 6 Megapixel, Metallgehäuse (kaum zu glauben, daß es heute noch was aus Metall gibt! *freude*) mit wenig Knöpfen, Videofunktion und extra 512MB Speicherkarte, Wert 179€ (zumindest kostet sie das bei Saturn + 20 für den extra Speicher) für Ware im Wert von 80€, die mich knapp 50€ kostet. Wunderbar ... es lebe die freie (Schwarz)Marktwirtschaft. Erinnert mich doch sehr an die guten alten Zeiten^^. Da ich den Entwurf eines Designs für den Blog erstmal aufgeschoben habe, wird es hier wohl trotzdem bunt werden in der nächsten Zeit ... ich kenn mich altes Spielkind da viel zu gut^^.

An 2 DVDs konnte ich heut auch nicht vorbei gehen, Gesamtwert 6,98€ höhö. Einmal Zugvögel ... einmal nach Inari eine deutsch-finnische Co-Produktion mit Joachim Król. Da ich jemand bin, der viele merkwürdige Interessengebiete hat, empfinde ich die Tatsache, ganze Fahrpläne für Zuge (Europaweit) im Kopf zu haben und damit an einem Wettbewerb teilzunehmen, durchaus amüsant und verständlich. Wer ruhige aber irgendwie trotzdem durchgeknallte Filme mag ... gucken! Zweiter Film ist Die Herberge zum Drachentor, ein weiteres Stück für meine Asia-Sammlung. Buch und Regie King Hu, der das ganze Genre ausgiebig geprägt hat, zB hat er damit angefangen, extra Waffen zu entwerfen, die es sonst nicht gibt und sie mit besonderen Fähigkeiten auszustatten. Das hält bis heute an, nehmen wir zB mal Tiger and Dragon ... das grüne Schwert der Unterwelt ... nur mit ihm läßt sich die Wudan Kampfkunst vollenden. Naja ... blablablub ... zumindest ist der gekaufte Film scheinbar schöner Trash, genau nach meinem Geschmack. Gucken werd ich den aber erst am WE (außer die ersten 10 Minuten, die ich mir einfach nicht verkneifen konnte^^), da ich noch alles, was an Kleinigkeiten zu regeln ist, heute erledigen will, um dann das ganze WE einfach nur schön entspannen zu können und mich endlich um all das kümmern kann, was nicht vom Alltagsnerv geprägt ist und nun schon fast ne Ewigkeit auf mich wartet.

Bleibt die Sache mit der Geburtsurkunde für die nächste Woche, aber auch hier bieten sich, neben dem, wie bereits vermutet, völlig überforderten und sehr unfreundlichen Krankenhauspersonal, Alternativen. Im Strudel zwischen KH, Standesamt und Krankenkasse kam mir die Idee, mal anzufragen, ob denn nicht auch der Perso als beglaubigtes Dokument zählt, daß man geboren wurde und lebt. Zudem schilderte ich ihr noch mein Problem mit der Urkunde und sie fragt mal nach, Ergebnis kommt dann Anfang/Mitte nächster Woche. Um die Frist für die Bewerbung und der auf der Netzseite erwähnten Vorgehensart (Aufnahme nach der Reihenfolge des Bewerbungseingangs) soll ich mir keinen Kopf machen, da ich als Kerl eh bevorzugt behandelt werde. Allerdings nicht, weil ich ein Kerl bin, sondern weil mehr als der Großteil der Bewerber eben Bewerberinnen sind. Willkommen in der Subkultur Mann.

5.5.06 16:54


Beglaubigter Nachweis, daß ich lebe : nicht vorhanden

Eines Tages wirst Du dafür büßen
Das Du mich geboren hast


Doch momentan bleibt der Nerv wieder mal an mir hängen.
Benötigte Bewerbungsunterlagen: Geburtsurkunde.
Hab ich nicht!
Zum beantragen der Urkunde muß man wissen, wo man, also in welchem Krankenhaus, geboren wurde. Das weiß ich nicht, meine Erzeuger waren in menschlichen Dingen nicht grad redselig, da kann ich nur raten. Es gibt 3 Möglichkeiten. Also werd ich dann alle 3 kontaktieren und mit der Frage: Können Sie mir sagen, ob ich hier geboren wurde? wohl nur dumme Blicke ernten. Es wäre ja auch zu einfach gewesen, hätte es sich um die üblichen Unterlagen gehandelt. Sollte ich es dann raus finden ... wie lange dauert es wohl, bis die staatlichen Mühlen in Bewegung geraten? Zeugnisse, Lebenslauf usw. selbst Blut wäre logisch in dem Bereich und davon können sie genug haben. Doch nein, daß kann ich ja aus eigener Kraft vorlegen. Es muß natürlich wieder etwas geben, bei dem ich auf andere angewiesen bin. Langsam dreh ich echt ab. Hab ich schon erwähnt, daß sich das kurze Bewerbungszeitfenster am 02.05. öffnet? Wie könnte es auch anders sein. Alternative für das Leben gefunden und bevor es richtig losgehen kann, kommt schon der erste Tritt. Entschuldige, liebes Leben, daß ich immer noch probiere, was aus mir zu machen.

Weil seine Gedanken ihn quälen, läßt er jetzt alles raus
Stellt sich ein tragisches Ende vor und malt es sich so aus
Haut seine Faust in den Spiegel und hebt ne Scherbe auf
Guckt nach oben, schließt die Augen
... und holt aus ...


Soviel dann zu diesem Tag.
Ich muß jetzt raus, besser so!
Eins der Krankenhäuser ist hier recht in der Nähe. Da werd ich schon mal anfragen, ob diese Art der Befragung überhaupt möglich ist. Doch bevor das WE/Feiertag zu ende ist, wird’s bestimmt eh nicht gehen ... aber wer weiß, vielleicht bekomme ich wenigstens diese Information.

Die Schwächen der Vergangenheit
dampfen in ihren Löchern
In den frostigen Tälern wartet
der Mann des ewigen Winters

Hier verdichten sich
die Übeltaten zu kleinen Hügeln
Links könnt ihr die Flächen
von Enttäuschungen sehen

Am Horizont
macht den übelsten Lärm
der Krähenschwarm des Unwohlseins
Rückwärts fliegend

Unten öffnet sich
das zugewachsene Moorland
Tumore, die nicht früh genug
gefunden worden


30.4.06 13:57


Der Tragödie erster Theil und die Hoffnung

Nur mit Entsetzen wach' ich Morgens auf,
Ich möchte bittre Thränen weinen,
Den Tag zu sehn, der mir in seinem Lauf
Nicht Einen Wunsch erfüllen wird, nicht Einen


Hach ja ... das fängt ja gut an. Ich weiß nicht mehr, was ich geträumt habe, aber das Gefühl des Traumes scheint noch etwas länger in mir zu leben. Sollte dieser Tag eigentlich der Entspannung und der Beschäftigung mit mir und (anderen) erfreulichen Dingen gewidmet sein, erscheint mir diese Tagesplanung von Anfang an zum scheitern verurteilt. Ein Nachgeschmack, den nur die Seele schmeckt, betrübt. Bin ich zwar froh, die Erinnerung an das Erlebte des Träumenden nicht im Bild, welches des Augen Blickes gleich, zu tragen, kann ich mich trotzdem daran stören. Ist es doch das Ungewisse, was verstärkend wirkt. Zudem habe ich alter Schussel es mal wieder nicht geschafft, an meinem Kleiderschrank vorbeizugehen, ohne in der Kurve gegen die Ecke zu laufen. Naja ... danach war ich dann endgültig wach. Schmerz in mehreren Stimmlagen. Schmerz beklagend, Schmerz fordernd.

Wenn die Reben wieder blühen,
Rühret sich der Wein im Fasse;
Wenn die Rosen wieder glühen,
Weiß ich nicht, wie mir geschieht.

Tränen rinnen von den Wangen,
Was ich tue, was ich lasse;
Nur ein unbestimmt Verlangen
Fühl' ich, das die Brust durchglüht.


Der Tag hat nicht, wie geplant, bei Null begonnen. Dieser Status Quo (ante bellum) muß erst erreicht werden. Doch wie? Einfach in den geplanten Ablauf stürzen? So wie ich mich kenne, ist dies kaum möglich. Aber noch ist es früh und die Hoffnung starb zuletzt, so ist die Erinnerung daran noch nicht ganz verblaßt und läßt sich vielleicht benutzen. Ging es mir doch, auch ohne die Hoffnung, die letzten Tage recht gut. Beschäftigung mit und in mir und neue Horizonte sind es, die mich am Leben halten. Leben, nicht dahin kriechen. Das ist doch schon viel wert und sollte auch so weitergeführt werden. Außerdem habe ich das Band schon lange nicht mehr richtig gespürt und es scheint gut so, wie es ist. Auch wenn der Preis dafür ein Stück meiner Ewigkeit ist.

... this is my last resort ...

30.4.06 10:43


Veränderungen und zurückgekehrte Handlungen

Sie bestimmen zur Zeit den Tag, das Leben. Hatte ich es so gut wie aufgegeben, mich nach einer zweiten Ausbildung umzugucken, kam nun eine neue Möglichkeit zu mir. Ich bin die letzten Tage viel durch die Stadt geirrt und kam an dem Kino vorbei, in dem ich selbst einst gearbeitet hatte. Also ging ich rein, wollt mal sehen, wer noch so da ist. Einige hatten es tatsächlich ausgehalten. Da es aber nun bald geschlossen wird, herrscht allgemeine Aufbruchstimmung. So kamen wir schnell auf das Thema Beruf. Ich habe mich länger mit einer über Pathologie u.ä. unterhalten. Sie hat mir einige, für mich neue, Einstiegsmöglichkeiten dargelegt und ich werd mal sehen, ob ich da nicht irgendwie mit rein komme. Das Interesse besteht schon länger, aber ich dachte halt, daß ich da eh nichts werde durch die Linien der Vergangenheit und Gegenwart. Ich hab jetzt alle Unterlagen aus ihrer Ausbildung hier und es liest sich eher wie ein Roman, nicht wie ein Sachbuch – Photos sind schon was nettes^^. Ich soll ihr eine Bewerbung mitgeben, allerdings nicht für die Ausbildung, sondern für eine Stelle als Aushilfe, so kann ich reinschnuppern und gleichzeitig zeigen, daß ich arbeiten will und mit der ... öhh ... Thematik ... klarkomme^^. Zwar wird jetzt niemand gesucht, aber wenn die Bewerbung dann schon da liegt, wird sie wohl auch beachtet werden, da sie über eine Mitarbeiterin rein gekommen ist. Ist aber nicht so einfach, da ich mich noch nie in dem medizinischen Bereich beworben habe und nicht so genau weiß, welche Schwerpunkte meines Lebens ich besonders betonen (und welche lieber nicht erwähnen) soll. Doch da gibt’s ja viel im Netz zum suchen und sie will sich die Bewerbung dann auch noch durchschauen. Ist halt doch ein Unterschied, ob es ein Aushilfsjob im Supermarkt ist oder einer im medizinischen Bereich.

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Welche gesundheitlichen Tests nötig sind hab ich auch schon nachgefragt und die sind kein Problem. Auch etwas, was mich eher überrascht hat. Jetzt muß ich es nur noch schaffen, Energie dafür aufzuwenden, ohne mich darin gleich zu verrennen, zu viel zu erwarten. Die, durch die Treffen und das Lesen der Unterlagen, liegengebliebenen Dinge des Alltags, die in einem zugegeben wahrlich ungünstigen Zeitpunkt liegenblieben sind und so fast danach schreien als Mißverständnis und Ausgrenzung wahrgenommen zu werden, werden auch noch ihren Preis fordern. Doch wie ich bereits mal zitiert habe:
das ist mein Leben, vielleicht soll es so sein.

27.4.06 14:22


Erich Fried

Da ich mich, so nebenbei, den Tag über mit geschriebenen Zeilen beschäftigt habe, hier mal eine ganz kleine Auswahl eines interessanten Schreiberlings. Da ich mich selbst zu daneben fühle, um zu schreiben (außer den paar Zeilen von heut Mittag), ist das immerhin etwas ^^


Herrschaftsfreiheit

Zu sagen
"Hier
herrscht Freiheit"
ist immer
ein Irrtum
oder auch
eine Lüge:

Freiheit
herrscht nicht


Zurückblickend

Die besseren Aussichten
eröffnen sich dadurch daß wir
die sonst keine haben
das offen zu sagen beginnen
Die Zukunft liegt nicht darin
daß man an sie glaubt
oder nicht an sie glaubt
sondern darin
daß man sie vorbereitet
Die Vorbereitungen
bestehen nicht darin daß man
nicht mehr zurückblickt
sondern darin
daß man sich zugibt
was man sieht beim Zurückblicken
und mit diesem Bild vor Augen
auch etwas anderes tut
als zurückblicken


Als kein Ausweg zu sehen war

Die umherirren
und sagen noch
daß sie wissen
daß sie umherirren
und daß sie noch sagen wollen
was sie in ihrem Umherirren sehen
wenn sie
noch etwas sehen
die haben noch etwas zu sagen

Nämlich daß sie nichts sehen
wenn sie nichts sehen
und daß sie etwas sehen
wenn sie etwas sehen
und daß sie umherirren
weil sie nicht wissen wo
oder ob überhaupt noch
ein Weg der kein Irrweg ist
ist

Und vielleicht ist dann ihr Umherirren gar kein so arges
Umherirren wie das derer die nicht sagen
daß sie wissen daß sie umherirren
und die nicht sagen wollen was sie dabei sehen
oder wenn sie nichts sehen
weil sie nicht sehen wollen
daß sie umherirren
und daß es vielleicht keinen Weg gibt


Letzte Warnung

Wenn wir nicht aufhören
uns mit unseren kleinen
täglichen Sorgen
und Hoffnungen
unserer Liebe
unseren Ängsten
unserem Kummer
und unserer Sehnsucht
zu beschäftigen
dann geht die Welt unter

Und wenn wir aufhören
uns mit unseren kleinen
täglichen Sorgen
und Hoffnungen
unserer Liebe
unserem Kummer
und unserer Sehnsucht
zu beschäftigen
dann ist die Welt untergegangen


Inschrift

Sag
in was
schneide ich
deinen Namen?

In den Himmel?
Der ist zu hoch
In die Wolken?
Die sind zu flüchtig

In den Baum
der gefällt und verbrannt wird?
Ins Wasser
das alles fortschwemmt?

In die Erde
die man zertritt
und in der nur
die Toten liegen?

Sag
in was
schneide ich
deinen Namen?

In mich
und in mich
und immer tiefer
in mich


Bedingung

Wenn es Sinn hätte
zu leben
hätte es Sinn
zu leben

Wenn es Sinn hätte
noch zu hoffen
hätte es Sinn
noch zu hoffen

Wenn es Sinn hätte
sterben zu wollen
hätte es Sinn
sterben zu wollen

Fast alles hätte Sinn
wenn es Sinn hätte

22.4.06 21:09


Wo ist nur der Tag geblieben?

Das ist keine Beschwerde ...
aber wundern tut es mich schon, das nun die Zeit des Sonnenuntergangs beginnt. Wie hab ich denn diesen Tag hinter mich gebracht? Wie die Gedanken, die getroffene Personen gestern Nacht in mich gepflanzt haben, größtenteils erstickt? Besonders da es ein langer Tag war, seit 6 wach. Eine Nachricht hier, ein paar Forumsbeiträge dort. Die MP3 Sammlung vergrößert und auf der Suche nach interessanten eBüchern gewesen und in ihnen geblättert. Tee getrunken. Sinnloses durchs Netz bewegen. Eine weitere Kerbe in der Sanduhr meines Lebens. Wären da nicht die kurzzeitigen Aussetzer gewesen. Doch besser kurzzeitig als den Tag füllend. Aber kurzzeitiges kann auch in die Ewigkeit eingehen. Verdammte Widerspruch–Kreisläufe. Und mit der Dunkelheit wird wieder Energie aufkommen. So wie immer. Was mache ich mit ihr ... wird sie mich beherrschen oder ich sie?

Schatten,
Schatten komm' herbei,
auf diesem Lager harrt ein Leib!
Die Brust, die unstet steigt und sinkt,
der Atem neues Leid nur bringt!

...

Nicht Fleisch bist Du,
steige hinab in das Fleisch,
doch nicht Fleisch bist Du!!!

Nicht Dunkelheit bist Du,
darum falle,
falle hinab in die Dunkelheit
und träume!
Aber hüte Dich vor dem Schlaf!


22.4.06 19:47


35x

35x ist im Verhältnis wenig
35x ist viel zu viel

35x fremde Blicke meiden
35x die Seele erblicken

35x im Vakuum geatmet
35x Sternenlicht getrunken

35x Lügen ertragen
35x Vertrauen schenken

35x tauche ich ein
35x will ich nicht bleiben

35x fühl ich mich verloren
35x wurd ich neu geboren

... SOKO ...
in the Church of Littleton
22.4.06 13:10


Das ist mein Leben, vielleicht soll es so sein

Einmal noch ertönt der Klang der Schalmeien.
Der Heerruf kreist durch unsere Reihen.
Einmal woll´n wir den Met noch schmecken,
bevor wir den Arm zur Walküre strecken.
Drum schaut nicht zu müde und tief ins Feuer,
das letzte Horn ist uns hold und teuer!


*gähn_reck_streck*

Eine lange Nacht war das mal wieder. So hold und teuer das letzte Horn auch war, es überlebte die Nacht dann doch nicht. Viel geschleppt, viel geredet ... eine gute Zeit. Auch wenn die Bemühungen sinnlos erscheinen, da sie durch schlechte Planung hervorgerufen wurden. Wer in eine andere Stadt zieht, sollte schon darauf achten, daß die Daten des Auszuges und des Einzuges Hand in Hand gehen ^^. Dann braucht man auch keine Zwischenunterkunft. Aber was soll’s ... dann geht’s halt in zwei Monaten wieder los mit einpacken. Hauptsache Bewegung im Leben. Immer mehr der Leute, die ich hier noch kenne, machen sich auf in eine neue Umgebung, fühlen sich hier nicht mehr wohl und schon gar nicht Zuhause. Mir geht’s ja ebenso. Es tut gut, etwas von dieser Aufbruchstimmung in sich aufzunehmen, liegt doch viel Kraft in ihr. So kreiste die Unterhaltung oft um das Thema, wieviel gleichbleibende Basis man im Leben braucht und wieviel neues erlebt werden muß, um das Leben lebenswert zu halten. Geteilte Ansichten, da es sich um Menschen verschiedenster Hintergründe handelte (vom Weltenbummler bis zur ... ich sag mal: 50ger Jahre Hausfrau war alles vertreten). Doch ganz ohne das Neue scheint niemand wirklich glücklich werden zu können. Ich schon gar nicht. Um so frustrierender, daß ich mein Leben als festgefahren einschätze und dadurch auch so erlebe. Doch wieviel Kraft sollte man einsetzen, um das Neue zu erreichen. Wann stürzt man sich auf die Zukunft und wann flieht man vor der Vergangenheit? Zählt die Tat, oder ihr Hintergrund? Und ist das überhaupt wichtig?

Das Leben hat eine witzige Art, sich an dich heran zu schleichen
wenn du denkst, daß alles in Ordnung ist und alles gut läuft
Und das Leben hat eine witzige Art dir heraus zu helfen wenn
du denkst, daß alles falsch läuft und dir um die Ohren fliegt

And isn't it ironic...dontcha think


*unterschreib*

Oder wie es die Familie ausdrückte:

Das Leben war nicht immer, nicht immer gut zu mir,
Licht und Schatten steh'n gemeinsam vor der Tür.
Das ist mein Leben, vielleicht soll es so sein,
eine Reise durch den Wahnsinn, durch Licht und Dunkelheit.
Man muß wohl erst ganz unten sein, um oben zu besteh'n,
bis zum Hals in Scheiße steh´n um wieder Land zu sehn

...

Wo Genie und Wahnsinn sich verbinden
Wo Worte nicht nach Lügen stinken
Gibt es noch 'nen andern Weg
Der steinig ist, aber den es lohnt zu gehen


Wenn dieser Weg auch Kurven hat und Steine ... alle meine !!!

20.4.06 15:32


Philosophisches Zähne putzen

Was kann ich für eure Welt
wenn ihr mit den Hunden bellt.
Weil ihr glaubt,
ihr braucht die Regeln,
schafft ihr Regeln, die das regeln.
Was kann ich denn dafür?
Was kann ich denn dazu?
Denn ich hab nur dieses Leben,
dieses leben will ich leben.


So können wir, die wir Freiheit suchen, diese in einer rauhen Felswand, der scheinbar kein Leben innewohnt, sehen ...

doch im Strudel eines jeden Abflusses offenbart sich die Natur der Flucht. Stürmisch, doch sich bis zum Ende nur im Kreis drehend ... nur, um in der Dunkelheit, nicht im Nichts, zu verschwinden.

Aus dem Buch der Leere

"Ich spreche von der Leere, weil da weder ein Ende ist noch ein Anfang. Die Prinzipien eignet man sich an, man klammer sich nicht an sie. Der Weg der Schwertkunst heißt: aus sich heraus frei zu sein, aus sich heraus Überlegenheit zu erlangen und, wenn die Zeit gekommen ist, den Rhythmus zu kennen. ... Leere bedeutet die Nicht-Existenz aller Dinge, das Nicht-Erkennbare. Sie ist mithin das Nichts. Indem ich um das Existierende weiß, weiß ich um das Nicht-Existierende und also um die Leere. Hingegen in der Welt hält man gemeinhin für die Leere, was man nicht begreift; doch da irrt man sehr, das ist nicht die wahre Leere.
Erst, wenn sich einer die Schwertkunst zuverlässig angeeignet hat, wenn er sich in den verschiedenen anderen Kriegskünsten ebenso mit Fleiß geübt hat, wenn ihm hinsichtlich der Aufgaben des Samurai nichts mehr dunkel, wenn im seinem herzen keinerlei Irrtum mehr ist, wenn er Tag für Tag und allzeit ohne Unterlaß beide Geisteshaltungen, die leichte wie die schwere, weiter bildet und beide Blicke, den anschauenden wie den erkennenden, weiter schärft, um die Wolken der Irrtümer vollends zu verjagen – erst dann erreicht er den Zustand, den man als denjenigen der wahren Leere bezeichnen könnte.
Solange er nicht zum wahren Weg erleuchtet ist, sei es der Weg Buddhas, sei es der Weg irdischer Vernunft, wird jeder ganz selbstverständlich den eigenen Weg für den richtigen halten und glauben, damit sei alles gut; bemüht er jedoch den geraden Sinn seines Herzen und legt er den denkbar umfassendsten Maßstab an, so erweisen sich diese sämtlichen Wege als gestützt auf jeweils persönliche Vorlieben und entsprechend verzerrte Ansichten, als solche also, die dem wahren Weg zuwiderlaufen.
Indem er dies begriffen hat, wird er, die Geradheit als das Fundament und das unverfälschte Herz als den Richtweiser, die Kampfkunst weithin verbreiten, wird aufrecht und klar sein Urteil fällen über die Dinge und erkennen, daß die Leere der Weg und der Weg die Leere ist. Die Leere eignet Gutes, kein Böses. Wir haben Weisheit. Wir haben Vernunft. Wir haben den Weg. Das Zentrum ist die Leere."

Am zwölften Tag des fünften Monats
im Jahre Shôhô 2.
Zu Händen von Terao Magonojô
Shimmen Musashi
宮本 武蔵

19.4.06 13:04


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